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Instrumente2017-04-22T08:43:10+00:00

Die Sitar

Die Sitar ist heute das wohl bekannteste indische Saiteninstrument. Seine gegenwärtige Form erhielt das Instrument etwa im 17. Jahrhundert, obwohl seine Erfindung bereits Amir Khusru im 13. Jahrhundert zugeschrieben wird. Das Instrument wurde in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts im Westen bekannt durch Ravi Shankar und den Beatle George Harrison.

Die Sitar besteht aus einem halbkugeligen Resonanzkörper (einem behandelten Kürbis) mit einem sehr langen Hals, auf dem 20 bewegliche, gewölbte Metallbünde befestigt sind. Oberhalb der Bünde sind vier Spielsaiten (aus Stahl bzw. Kupfer) und drei Rhythmussaiten gespannt. Diese laufen über einen ca. zwei Zentimeter breiten Steg, der so geschliffen wird, daß ein möglichst breites Obertonspektrum zu hören ist. Über einen zweiten kleineren Steg verlaufen unterhalb der Metallbünde 13 Mitklingersaiten (Tarif), die auf den jeweiligen Raga eingestimmt werden.

Die Sitar wird mit einem auf den Zeigefinger der rechten Hand gesteckten Metallplektrum (Mizrab) gespielt . Hierbei werden die Spielsaiten auf den Bünden gegriffen. Die Tarifsaiten werden mit dem Nagel des kleinen Fingers der rechten Hand angezupft. Ein zweiter Resonanzkörper am oberen Ende des hohlen Halses verstärkt den Klang und rundet ihn ab.

Die Surbahar

Die Surbahar, die auch als Baß-sitar bezeichnet wird, kreierte Ghulam Muhammad aus Lucknow Mitte des 19. Jahrhundert, um auf einem der Sitar – ähnlichen Instrument die im Drupad  üblichen tiefen Tonfolgen spielen zu können.

Die Surbahar besitzt einen Klangkörper aus Holz und Kürbis, 20 Metallbünde, vier Spielsaiten, drei Rhythmussaiten und 13 Resonanzsaiten. Sie wird ähnlich wie die Sitar gespielt.

(Dieses Instrument spiele ich hauptsächlich bei Meditationskonzerten).

Die Tabla

Die Tabla entstand im 17. Jahrhundert aus der noch heute in Südindien gebräuchlichen Mrindangam.

Sie besteht aus zwei kleinen, mit Ziegenhaut bespannten, Handpauken, welche mit den Fingern gespielt werden.

Die Tabla läßt sich auf den Grundton eines Melodieinstrumentes genau einstimmen und erhält dadurch im Zusammenspiel einen klaren und brillanten Klang. Auf Grund dieser Eigenschaften wird sie auch als „Königin“ unter den Perkussionsinstrumenten bezeichnet und findet heute auch in der modernen westlichen Musik Anerkennung und Verwendung.

Der Körper der einen Pauke besteht aus Holz, der der anderen aus Kupfer oder Ton. Das Tabla-Spiel hat eine eigenständige Ton-Silbensprache (Bol) entwickelt, die aus ca. 20 Silben besteht, aus denen sich die vielen verschiedenartigen Rhythmen sprachlich formen lassen.